7 Tipps zum Musikinstrumente zu Hause lernen

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7 Tipps zum Musikinstrumente zu Hause lernen

Musikinstrumente zu Hause lernen, ist heute einfach möglich. Wir stellen euch Musik-Apps, Tipps zum Zeitmanagement, zum Instrumentenkauf und neue Forschungserkenntnisse vor, die euch das Lernen eines Instruments zu Hause erleichtern.

1.   Wählt das richtige Instrument für euch aus

Fühlt einmal tief in euch hinein – sicher habt ihr in euren Lieblingssongs ein Instrument, das euch immer am besten gefällt. Übrigens: Studien ergeben, dass das Klavier das beliebteste Instrument ist, das Menschen selbst erlernen wollen. Die Gründe hierfür sind simpel: Die Klaviertasten sind einfach zu erreichen, das System leicht verständlich, da es der in westlichen Ländern gebräuchlichen Tonleiter entspricht. Zudem ist es bereits in kurzer Zeit möglich, Melodien hervorzubringen und wohlklingende Harmonien zu erzeugen. Diese schnellen Erfolge geben Energie und ermutigen zu weiterem Lernen. Gerade bei wenig Zeit kann das sehr ermutigend sein.

Zudem gibt es Piano-Apps wie Skoove, mit denen ihr mit einem flexiblen Kurssystem, mit jeder Art Piano und von jedem Ort aus Klavier üben könnt. Die App ist in der Basisversion gratis und seit neuestem auch für Android-Geräte in der kostenlosen Beta-Version verfügbar. Ein Keyboard oder E-Piano ist dabei bereits relativ preisgünstig zu erwerben. Das macht das Klavier zu einem einfach zugänglichen Instrument.

Auch Gitarre, Ukulele oder Blockflöte sind einfach zu erlernen und günstig.

2.   Holt das passende Instrument zu euch nach Hause

Um ein Instrument zu Hause lernen zu können, müsst ihr es natürlich zu euch nach Hause holen. Das Instrument sollte so einfach zugänglich wie möglich für euch sein. Kauft euch am Anfang nicht gleich das teuerste Modell des Instruments eurer Wahl, sondern wählt erst einmal ein günstigeres und probiert aus, ob es das richtige für euch ist. Viele Shops bieten auch günstige Finanzierungsoptionen, sodass ihr die Zahlung über eine längere Zeit verteilen könnt. Auch in Second-Hand-Geschäften könnt ihr fündig werden. Behaltet dabei immer folgende Fragen im Hinterkopf: Wie viel Aufwand möchtet ihr investieren? Wie sieht euer Budget aus? Wie viel Platz habt ihr und wie ist eure Wohnsituation? Soll euer Instrument mobil sein? Möchtet ihr später damit auftreten können?

Möchtet ihr es zusammen mit dem Computer (zum Beispiel einer Digital Audio Workstation) benutzen? Wollt ihr Musikinstrumente zu Hause lernen mit einer App?

3.   Üben, üben, üben!

Das mag wie ein Klischee klingen, aber: Wenn ihr jeden Tag übt, werdet ihr kontinuierliche Fortschritte erleben. Das mag anstrengend klingen, doch: Übung kann sogar zu einer positiven Sucht führen. Euer Gehirn schüttet bei jedem Erfolg Dopamin aus, das er dann immer wieder haben möchte. Dabei ist die Regelmäßigkeit am wichtigsten. Studien ergeben, dass 20-30 Minuten Üben am Stück ideal sind – danach benötigt das Gehirn eine Pause. Es ist dabei nicht so schlimm, wenn ihr nicht viel Zeit zur Verfügung habt. Übt lieber täglich und für 15 Minuten als einmal in der Woche für mehrere Stunden.

Nach dem Üben solltet ihr eurem Kopf eine Pause gönnen und euch nicht direkt mit vielen Inhalten überfordern. Ein Spaziergang ist zum Beispiel eine gute Aktivität, um das Gelernte zu verarbeiten.

4.   Wählt eure Lieblingssongs zum Lernen

Kennt ihr das Gefühl einer wohligen Gänsehaut beim Hören eures Lieblingssongs? Die Frequenz eures Herzschlags und des Atmens sowie der Puls verändern sich. Forscher der McGill University in Montreal, Kanada fanden in einer Studie heraus, dass bestimmte Areale im Gehirn stärker durchblutet werden, wenn wir Musik hören. Und auch Instrumente zu lernen macht glücklich – zu dem Ergebnis kam auch eine von britischen Wissenschaftlern durchgeführte Studie im Auftrag des Musikstreamingdienstes Spotify. Den Ergebnissen nach fühlten sich die Probanden, die ein Instrument lernten, zufriedener und entspannter. Dabei berichteten die Teilnehmer, dass sie das Lernen zwar als Herausforderung sahen, aber am Ende gute Laune verspürten und den Unterricht fortführen möchten.

5.   Achtet auf einen erholsamen Schlaf

Die Übungen zum Spielen eures neuen Instruments führt das Gehirn im Schlaf weiter. Dabei verarbeitet es vor allem die neu erlernten motorischen Abläufe. Neurowissenschaftler der Brown University Rhode Island fanden heraus, dass das Zentrum dieser “Musikstunden im Schlaf”  das supplementär-motorische Areal des Gehirns ist.

Sogar das Hören von Melodien im Schlaf hilft dem Gehirn, einen Song besser zu behalten. Das ergab ein von US-amerikanischen Forschern durchgeführtes Experiment, das im Aufsatz “Cued Memory Reactivation During Sleep Influences Skill Learning” aus dem Jahr 2012 in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience geschildert wird. So werden neuronale Verbindungen im Gehirn verstärkt. Also lohnt es sich, wenn ihr eine Playlist der Songs, die ihr gerade übt, erstellt und diese zum Einschlafen laufen lasst. Das gleiche funktioniert übrigens auch beim Lernen von Vokabeln.

6.   Nehmt euch selbst beim Spielen auf

Beginnt ihr mit dem Lernen eines neuen Instruments, werdet ihr schnell feststellen: Das Spielen bedeutet Multitasking. Melodie, Tempo, zweihändiges Spielen, Spieltechnik – das alles sind Fähigkeiten, die ihr lernen werdet. Deshalb ist es hilfreich, sich selbst dabei aufzunehmen. Eine Videoaufnahme eignet sich zum Analysieren eurer Haltung. Hört ihr euch die Audioaufnahme noch einmal an, zeigt es euch eure Schwächen, aber auch eure Stärken. Faktoren wie Lautstärke, Tempo oder Notenlänge könnt ihr dann leichter heraushören. Das hilft euch, euch beim nächsten Spielen auf diese Fehler zu fokussieren. Auf diese Weise könnt ihr schnell euer eigener Lehrer werden. Aufnahmen sind ehrlich und verschönern nichts, aber sie sind auch der beste Weg, um sich zu verbessern. Fertigt ihr diese Recordings regelmäßig an, werdet ihr erstaunt über die Verbesserungen sein.

7.   Ein bisschen Musiktheorie kann nicht schaden

Erinnert ihr euch an bestehendes Wissen aus dem Musikunterricht? Oder habt ihr im Kindesalter das Lernen eines Instruments begonnen? Dann holt eure Unterlagen dazu gern wieder aus dem Regal. Jedes bereits erworbene Wissen hilft euch beim Lernen eines neuen Instruments – das gilt für Bewegungen wie auch für Musiktheorie. Notation und Harmonielehre sind wichtig, um das Musikinstrument beherrschen und vielleicht mit anderen Musikern zusammen spielen zu können. Von Tönen über Akkorden hin zu Harmonien, Melodien und schließlich kompletten Songs ist es nicht so weit, wie ihr denkt. Auch beim Erwerben musiktheoretischer Kenntnisse gilt: Kurze, regelmäßige Einheiten beim Lernen sind effektiver als stundenlange Lern-Sessions.

Nur wenigen Menschen gelingt es, ein Instrument nur durch Nachhören zu lernen. Zudem dauert es länger, einen Song durch bloßes Nachspielen zu lernen als durch Ablesen von Noten. Lernt ihr das Notenlesen, könnt ihr nach einiger Zeit einfache Songs sofort nachspielen.

Musikinstrumente zu Hause lernen: Flexibel, günstig, motivierend

Mit den richtigen Tipps kann das Lernen eines Instruments jedem gelingen. Wichtig: Setzt euch nicht unter Druck. Beim Üben gilt vor allem der Grundsatz “Regelmäßigkeit geht vor” – und wenn es nur eine Viertelstunde am Tag ist. Gebt euch viel Zeit, das richtige Instrument zu finden, damit ihr auch wirklich Spaß daran habt – denn dann macht es euch auch glücklich, und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen.

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